



Funktionieren selbstreinigende Dachfarben? |
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Dieser Selbstreinigungseffekt ist zwar von Fassadenfarben seit vielen Jahre bekannt, dass bedeutet aber nicht, dass er auch bei Dachfarben funktioniert. Dachfarben sind ganz anderen Belastungen ausgesetzt. Regen, Hagen, UV-Einstrahlung, all das bekommt ein Dach völlig ungeschützt ab. Am bekanntesten für diesen Selbstreinigungseffekt sind die Blätter der Lotusblume, daher auch der Name, den wir aus markenschutzrechtlichen Gründen an dieser Stelle nicht nennen dürfen. Ein heimisches Gemüse, der Wirsingkohl steht diesem aber nicht viel nach. Dieser Effekt entsteht durch kleinste Wachsablagerungen auf der Oberfläche des Blattes. Sie sind viel kleiner als das kleinstmögliche Staubkorn und sitzen eng beisammen. So eng, dass weder ein Staubkorn noch ein Blütenpollen die Blattoberfläche erreichen kann. Dadurch entsteht so gut wie keine Kontaktfläche und der Regen wäscht alles wieder ab, aber nicht bei Dachfarben. Der Selbstreinigungseffekt bei FarbenAnders als in der Natur wird dieser Effekt nicht durch Wachse hervorgerufen, sondern durch hochfein dispergierte Siliconharze. Beim Trocknen lagern sie sich auf der Oberfläche ab und bilden eine der Natur ähnliche Struktur.Allerdings sind Siliconharze ziemlich weich, viel zu weich, um der Belastung durch Regen oder Hagel lange zu widerstehen. Was bei einer Fassadenfarbe recht zufriedenstellend funktioniert, gerät bei einer Dachfarbe zu einem kurzen, vielleicht nur wenige Monate andauendem Vergnügen. Egal was sich manch einer so zusammenwirbt, selbstreinigende Dachfarben gibt es in dieser Form nicht. Auch mit Nanocoatings verspricht es ein kurzes Vergnügen zu werden. Hier aber aus anderen Gründen. |
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